Sanierung des Rückstaudeichs und Umgestaltung der Itter im Mündungsbereich


Der BRW hat die Vorplanung und das städtische Umlaufverfahren zur Maßnahme abgeschlossen. Vor Einleitung der weiteren Planungsschritte wurde die Vorzugsvariante im Rahmen einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der interessierten Öffentlichkeit am 17.8.2016 im Gemeindesaal der evang. Kirche Benrath (Eingang Erich-Müller-Str. 26) vorgestellt.


Präsentation zur Informationsveranstaltung.pdf


Protokoll zur Informationsveranstaltung.pdf



In der Vorzugsvariante der Planung wurden der Denkmal- und Naturschutz, die Schifffahrt, der Hochwasserschutz, die Freizeit- und Erholungsfunktion des Planungsbereiches und diverse andere Belange berücksichtigt.



Ausgangslage im Planungsraum:

Der sogenannte Rhein-Rückstaudeich entlang der Itter entspricht nicht mehr den technischen Anforderungen.

Die Itter verläuft naturfern in einer Betonschale als begrenzendes Element des Parks des Benrather Schlosses. Der Mündungsbereich der Itter in den Rhein endet steil in einer Verrohrung.

 

 

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Itter in Betonschale



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Rhein-Rückstaudeich entlang der Itter



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Itterrechen ca.80 Meter vor Mündung, Beginn der steilen Verrohrung

 

 

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Ittermündung in den Rhein, Ende der Verrohrung




Planungsziel:

Die Vorplanung berücksichtigt alle drei zu lösenden Problemstellungen der Ausgangslage in einer gebündelten Maßnahme:

Sanierung des Rhein-Rückstaudeichs entlang der Itter in Kombination mit der ökologischen Umgestaltung der Itter im Mündungsbereich und parallel zum Schlosspark Benrath.



Durch die Kombination des Planungsziels Rückstaudeich mit der Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an Gewässern werden die notwendigen Anforderungen der umzusetzenden EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllt.


Insbesondere der durchgängigen Gestaltung des Mündungsbereiches von Gewässern, hier der Itter in den Rhein, kommt als elementarem Punkt für den gesamten Gewässerverlauf auf weiteren 20 Kilometern - bis hinauf zur Quelle - eine entscheidende Bedeutung zu.

 

 

Beispiel Brucher Mühle

 

Itter im Bereich der Brucher Mühle nach Rückbau Stauanlage



Die Vorplanung enthält drei wesentliche Blöcke.



I. Umgestaltung der Itter im Mündungsbereich

Zur Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Itter und  Rhein von über 9 Metern ist der Bau einer Fischaufstiegsanlage mit einer Länge von 200 Metern und  61 Stufen notwendig. Die heutige Verrohrung der Itter unter der Straße Benrather Schlossufer mit dem vorgelagerten Rechen kann dann entfallen und wird durch einen ökologisch durchgängigen Durchlass nur im Bereich der Straße ersetzt. Die Itter wird wieder sichtbar und erlebbar.


II. Ökologische Verbesserung der Itter entlang des Schlossparks


Die jetzt  in einer Betonschale verlaufende Itter, erhält eine Bachsohle aus natürlichem Material. Zusätzlich wird Totholz eingesetzt, um Kleinstlebewesen einen Lebensraum zu geben. Der gradlinige Verlauf der Itter wird in diesem Gewässerabschnitt aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten bleiben.


III. Hochwasserschutzanlagen: linksseitige Deichstrecke


Die Sanierung des Rückstaudeichs ist im Fahrplan Deichsanierung, der seit dem Jahr 2014 vom Land NRW bezüglich der Sanierung der Hochwasserschutzanlagen am Rhein aufgestellt wird, enthalten. Der zu sanierende Deich befindet sich in Fließrichtung links der Itter in der Nähe des Ulmenkopfs südlich des Schlossparks und besitzt eine Länge von 215 Metern.


 

Anschließend an die Vorplanung, das städtische Umlaufverfahren und die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung wird die weitere Entwurfs- und Genehmigungsplanung erarbeitet. Das formell erforderliche Planfeststellungsverfahren wird durch die Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführt. Die Fertigstellung der Planung und die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens nimmt einige Zeit in Anspruch, so dass der BRW derzeit mit einem Baubeginn in voraussichtlich 3 Jahren rechnet.