Gewässerunterhaltung



Für ordnungsgemäßen Wasserabfluss und Eigenentwicklung der Gewässer: Unterhaltungsarbeiten zum Nutzen der Gewässer


Die vielfältigen Unterhaltungsarbeiten an den mehr als 950 Kilometern Fließgewässern im Verbandsgebiet werden zum größten Teil von eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewältigt,

hierzu gehören:

Räumen des Unrates

Reparatur von Ufer und Sohle

gewässerbegleitende Gehölzpflege

Mähen der Böschungen

betriebliche Unterhaltung von Gewässerstrecken mit Bauwerken in und am Gewässer (Stützmauern,Verrohrungen, Durchlässe und Rechenbauwerke)

Betrieb von 40 Sand- und Geschiebefängen

Renaturierung von naturfern ausgebauten Gewässern

Strukturverbessernde Maßnahmen an Gewässern

 

Dabei liegt dem jährlich aufgestellten und mit den zuständigen Wasser- und Landschaftsbehörden abgestimmten Gewässerunterhaltungsplan für die klassischen Gewässerunterhaltungstätigkeiten - die immer auch einen Eingriff darstellen - das Prinzip zugrunde:

„So viel wie nötig und so wenig wie möglich“.

Dies bedeutet, dass insbesondere in Siedlungsbereichen oder in Bereichen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial der ordnungsgemäße Wasserabfluss in den Gewässern oberste Priorität besitzt und dem zu Folge mehrfach im Jahr Mähen oder auch Räumen durchgeführt werden müssen.

In Gewässerabschnitten, bei denen  Ausuferungen als unproblematisch angesehen werden können oder  aus dem Gesichtspunkt Erhaltung und Erschaffung natürlicher Retentionsräume sogar gewünscht sind, erfolgen die Unterhaltungsarbeiten in ökologisch angepasster Form. Hier wird die Böschungsmahd auf ein Minimum beschränkt und Totholz im Gewässer belassen. Ziel ist es, in diesen Abschnitten die Strukturvielfalt zu erhalten oder zu erhöhen, die Artenvielfalt zu fördern und die Eigenentwicklung des Gewässers zu unterstützen.

Aus diesem Grund hat der Verband in den letzten Jahren für zahlreiche Verbandsgewässer Konzepte zur naturnahen Entwicklung aufgestellt, die soweit möglich, zum einen als Grundlage für die Gewässerunterhaltungsarbeiten dienen, zum anderen aber auch grundlegende Voraussetzung bei der zunehmend stattfindenden naturnahen Wiederherstellung überformter Gewässerabschnitte sind.

Das beim BRW auch in der Gewässerunterhaltung eingesetzte Wasserwirtschaftliche Informationssystem (WWI) ist ein wichtiges Werkzeug der integralen Wasserwirtschaft. Eine Datenbank beinhaltet die Datenerfassung-, -analyse und Ergebnisdarstellung. Alle Randbedingungen und aktuelle Entwicklungen des Gewässersystems werden hierin erfasst.

Die so durchgeführte ganzheitliche Planung am Gewässersystem ermöglicht eine Gewässerunterhaltung, die sowohl dem Gewässer dient, als auch den Menschen, die daran leben.