Endgültige Abdeckung Becken 4 und 5 der verbandseigenen Deponie Erkrath


Der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) lässt ab Ende April 2016 die endgültige Oberflächenabdichtung der Becken 4 und 5 der verbandseigenen Deponie herstellen.

Die mit den zuständigen Behörden abgestimmte und von der Bezirksregierung genehmigte Baumaßnahme soll im Dezember 2016 fertiggestellt sein.


Baumaßnahme


Die Becken 4 und 5 der Deponie Erkrath sind im Jahr 2004 zunächst temporär abgedeckt worden. Vorgesehen ist, nach jetzt abgeschlossener Setzung des Deponiekörpers, die Becken mit einer finalen Oberflächenabdeckung zu versehen.

Dazu wird die temporäre Abdeckung aufgenommen und zwischengelagert. Die beiden Becken erhalten dann eine kombinierte Abdichtung in Form einer Kunststoffdichtbahn, einer Tondichtungsbahn und einer 1 Meter dicken natürlichen Oberbodenschicht (Rekultivierungsschicht), bevor die zwischengelagerte Erdschicht wieder aufgebracht wird. Auf der Rekultivierungsschicht soll sich auf Dauer eine natürliche, heimische Pflanzen- und Tierwelt entwickeln.

Für die umfangreichen Erdarbeiten müssen ca. 25.000 Tonnen Bodenmaterial per LKW angeliefert werden.

Für das anfallende und abzuleitende Regenwasser wird ein Regenrückhaltebecken und eine Leitung zum etwa 800 Meter weit entfernten Bruchhauser Graben gebaut. Das Rohr wird in einer bestehenden Leitungstrasse parallel zu einer bereits vorhandenen Sickerwasserleitung, die zum Klärwerk Hochdahl führt, verlegt.

Während der Bauzeit kann es zu Einschränkungen für Fußgänger im Bereich Deponiezufahrt und am Ankerweg kommen.

Für das Projekt sind Mittel in Höhe von 3,2 Millionen Euro bereitgestellt worden.



Übersichtsplan Baumaßnahme

Übersichtsplan Deponie


Historie


Die Deponie Erkrath wurde Ende der 1960er Jahre vom Itterverband in einer ehemaligen Sandgrube eingerichtet und durch das Anlegen von Außen- und Innendämmen in verschiedene Becken unterteilt. In den Becken 1-3 wurde zunächst landwirtschaftlich nicht verwertbarer, flüssiger Faulschlamm abgelagert. Ab 1975 gelangte zunehmend maschinell entwässerter Faulschlamm auf die Deponie. Als sich Mitte der 1980er Jahre die Verfüllung der Becken 1-3 abzeichnete, hat der BRW 1986 die Genehmigung zum Ablagern von mit Kalk verfestigtem Zentrifugen- bzw. Kammerfilterpressenschlamm in den Becken 4 und 5 beantragt. Beide Becken erhielten entsprechend der abfallrechtlichen Genehmigung eine zweilagige Untergrundabdichtung aus einer 1 Meter  mächtigen mineralischen Dichtung und einer zusätzlichen HDPE-Kunststoffdichtung. Die Verfüllung der Becken 4 und 5 endete in 2005. Anschließend wurde auf beide Becken eine Auflast aus Erdreich aufgebracht, um die zu erwartenden Setzungen im Deponiekörper zu beschleunigen.



Übersichtsplan Deponie mit Grundwasserbrunnen



Übersichtsplan Deponie Erkrath Becken