Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens Itter/Kuckesberg


Der BRW erneuert die technischen Anlagen am Hochwasserrückhaltebecken, um es auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Erhöhte Sicherheitsstandards erfordern hierbei den Bau eines neuen Auslauf- und Durchlassbauwerks im Bereich des Absperrdammes. Dieses wird in Form eines platzsparenden Kombinationsbauwerks errichtet, das die unterschiedlichen Funktionsbestandteile beinhaltet.

Das Erscheinungsbild des Hochwasserrückhaltebeckens bleibt auch nach der Baumaßnahme weitestgehend erhalten, da sich weder die Größe von 115.000 m3 noch die maximale Einstauhöhe verändern.


Das neue Multifunktionsbauwerk wird neben der vorhandenen, unzureichenden Altanlage errichtet. Sie gewährleistet während der Bauarbeiten weiterhin noch den Abfluss durch den Absperrdamm und wird erst nach Fertigstellung der neuen Einrichtungen zurückgebaut.

 

Luftbild Hochwasserrückhaltebecken (Quelle:BRW)


Im unteren Teil des Bauwerks -vor dem Ablaufkanal durch den Absperrdamm- befinden sich der Grund- und Betriebsauslass sowie ein entsprechender Bypass, der bei Störungen die Funktion von Grund-/Betriebsauslass übernimmt. Mit Rollschützen vor beiden Öffnungen kann der Itterzulauf im Bedarfsfall gedrosselt oder ganz abgesperrt und damit der Beckenraum eingestaut werden.

Im oberen Bauwerksteil ist die Hochwasserentlastung angeordnet. Sie hat ebenfalls eine Anbindung an den Ablaufkanal und verfügt über zwei je 5 Meter breite regelbare Fischbauchklappen.

Der neue Ablaufkanal wird so gestaltet, dass eine Durchgängigkeit für Fische und Makrozoobenthos möglich ist. Er mündet unterhalb des Absperrdammes in einem Tosbecken, in dem sich das bei Hochwasser mit großer Geschwindigkeit austretende Wasser beruhigen kann, ehe es im Gewässer weiter fließt.


Auf dem Auslauf- und Durchlassbauwerk steht zukünftig ein kleines Betriebsgebäude, von dem aus die technischen Einrichtungen gesteuert und überwacht werden.



Draufsicht Hochwasserentlastungsanlage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Querschnitte Hochwasserentlastungsanlage


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Bauzeit von etwa einem Jahr steht der Absperrdamm der Öffentlichkeit nicht als Wanderweg zur Verfügung.

Für die Sanierung des HRB veranschlagt der BRW Gesamtkosten von ca. 2,5 Millionen €; das Land NRW fördert die Maßnahme mit einem Zuschuss von 588.000 € zur Herstellung der Durchgängigkeit für Fische und Makrozoobenthos.

 

Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Itter/Kuckesberg ist ein wichtiger Bestandteil des Hochwasservorsorgesystems Itter, das aus insgesamt 9 Hochwasserrückhaltebecken und einer Hochwasserüberleitung unterhalb von Hilden -in den Garather Mühlenbach- besteht.

 

Das HRB Kuckesberg/Itter hat zusammen mit dem HRB Trotzhilden eine Schlüsselposition zum Schutz von Hilden und Düsseldorf-Benrath.


 

Hochwasservorsorgesystem Itter und Nebengewässer